Reiten

Reiten

Seit vielen Jahren bieten wir als zusätzliche therapeutische Maßnahme zweimal wöchentlich Hippotherapie an.

Unser Reiterteam besteht aus 14 Schülern, 3 Physiotherapeuten mit einer hippotherapeutischen Zusatzausbildung, einer Erzieherin der Tagesstätte sowie unterschiedlichen Hilfskräften aus dem Bereich des Freiwilligen Sozialen Jahres bzw. Zivildienst.

Wir leiten in eigener Verantwortung diese motorische Förderung, an der Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Behinderungen und Schweregraden ( auch schwerst Betroffene ) mit großer Motivation und Spaß teilnehmen.

Im Tierpark Sommerhausen stehen uns 2 Pferde zur Verfügung, mit denen die Schüler durch Übungen die gesetzten Ziele in einer großzügig angelegten Halle, wie auch im freien Gelände versuchen umzusetzten.
  

Hippotherapie zählt nicht zum Reiten im üblichen Sinn. Vielmehr sollen Bewegungsimpulse durch die dreidimensionalen Schwingungen des Pferderückens auf den Reiter übertragen werden.

Physiotherapie mit Hilfe eines Pferdes kann bei bestimmten Erkrankungen und Schädigungen des Bewegungssystems, des zentralen und peripheren Nervensystems eine Wirkung erzielen, welche die physiotherapeutischen Maßnahmen und Methoden ergänzen und unterstützen.

Ziele der Hippotherapie sind:

  • Aufbau / Erhalt der Rumpfaktivität
  • Gleichgewichtsschulung
  • Tonuskontrolle = Adaption (senkende bzw. steigernde Maßnahmen)
  • Förderung selektiver Beweglichkeit
  • Lockerung sekundärer Überlastungen
  • Optimierung der Gelenkbeweglichkeit
  • Koordinationstraining
  • Wahrnehmungsschulung
  • Selektives Kraftraining
  • Erarbeiten eines stabilen Haltungshintergrundes
  • Sitzen im Alignement
  • Freude an der Bewegung
  • Positive Auswirkung auf das soziale und emotionale Verhalten

Der Höhepunkt unseres Reitjahres ist eine einwöchige Reiterfreizeit in Bopfingen auf dem Härtsfeldhof.
Seit vielen Jahren fährt unsere Reitabteilung schon zu „ Frau Bruckmeyer“ auf den Reiterhof, auf dem wir immer herzlich willkommen sind.
Super Pferde, schöne große und helle Halle, sehr nette Leute und die beste Verpflegung die man sich vorstellen kann.
Das Haus verfügt über zwei Behindertenzimmer (im Eingangsbereich eine extra für uns angebrachte Rollstuhlrampe), bietet aber auch die Möglichkeit Treppensteigen zu üben.

  

Nach dem Frühstück startet unser Reittag mit dem Putzen der Pferde, satteln und trensen, wobei alle mit Hand anlegen. Am Vormittag vertiefen wir unser reiterliches Können in der Halle und am Nachmittag im Gelände. Nach dem Abendessen wird das theoretische Wissen aufgebessert: Pferdeanatomie, Putzzeug, Hufschlagfiguren, Sattel, Trense usw.

Aber nach all der Arbeit ist immer noch genug Zeit für Spaß und Spiel, zum Beispiel auf der Hüpfburg oder im Aufenthaltsraum für Gesellschaftsspiele etc.

Am vorletzten Tag darf dann jeder zeigen was er kann und gelernt hat.

Die Reiterprüfung steht an! In der Halle wird ein Parcour vorbereitet, den alle der Reihe nach absolvieren müssen. Meistens endet dieser Teil mit einem kurzen Trab. Im Gelände wird dann auch noch während des Reitens theoretisches Wissen kreuz und quer aus allen Bereichen abgefragt. Nach bestandener Prüfung erhält jeder Teilnehmer eine Urkunde und eine Reiterschleife die in einer Mappe für’s nächste Jahr gesammelt werden.

Das Ende unseres „Reitjahres“ beschließen wir kurz vor den Sommerferien mit einer kleinen Feier. Neben Kaffee, Kuchen, Getränken und Eis schauen wir uns alle Fotos und den während der Freizeit gedrehten Film an.

Natürlich freuen wir schon auf das nächste Jahr und planen wie es denn so weiter geht.

 

Eines ist uns allen klar, Reiten ist einfach wunderbar, denn das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde !!!