Logopädie

Zum Berufsfeld des Logopäden gehört der Umgang mit allen Varianten von organischen oder funktionell bedingten Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- und Hörstörungen. Die Therapie findet in der Regel in einer Einzelförderung, ein- bis zweimal pro Woche, statt.

Das Ziel jeder logopädischen Behandlung ist die Umsetzung spezifischer, auf die jeweilige Beeinträchtigung zugeschnittener Übungen, sowie die Beratung und Einbeziehung der Bezugspersonen in Elterhaus, Kindergarten, Schule und Tagesstätte.

Dabei bietet die Sprachtherapie den Rahmen, um Ressourcen zur Bewältigung einer eingeschränkten Kommunikationsfähigkeit zu entdecken und zu entwickeln. Den Kindern wird so Selbstvertrauen bezüglich ihrer sprachlichen Fähigkeiten, eingebunden in einen alltags- und spielorientierten Rahmen, vermittelt.

Logopädisch relevante Bereiche sind:

  • Sprachentwicklungsstörungen: Dysgrammatismus, Dyslalien, Phonologische Störungen, Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen
  • Hörstörungen
  • Orofaciale Störungen
  • Dysarthrophonien
  • Dysphagien
  • Kindliche Aphasie
  • Rhinophonien
  • Lippen-Kiefer-Gaumenspalten
  • Redeflussstörungen

Daraus ergeben sich individuelle Therapieinhalte zur Förderung und Korrektur rezeptiver und expressiver Sprachfunktionen auf:

  • Phonetisch – phonologischer Ebene z.B. Lautanbahnung, Unterscheidung ähnlicher Laute, Erkennen von Silbenstrukturen
  • Semantisch – lexikalischer Ebene z.B. Erweiterung des Sprachverständnisses und des Wortschatzes, Verbesserung des Wortabrufs
  • Syntaktisch – morphologische Ebene z.B. Anbahnen grammatischer Strukturen, Satzaufbau
  • Förderung von mundmotorischen Fähigkeiten
  • Erarbeitung eines physiologischen Schluckmusters
  • Esstherapie
  • Maßnahmen in unterstützter Kommunikation zur Erweiterung der Mitteilungsmöglichkeiten

Wir arbeiten u. A. nach den Konzepten von:

  • Frau B. Padovan: Neurofunktionelle Reorganisation
  • Frau E. Wilken: Gebärden unterstützte Kommunikation (GUK)
  • Frau U. Hild: Grammatik/Phonologie